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Aktuelle Ausstellungen

Bibliothek Alte Münze
Foyer

Bewegende Bücher. Ideen verändern die Welt im 18. Jahrhundert

22. April bis 3. Juli 2026

Eingangsbereich der Ausstellung "Bewegende Bücher" im Foyer der Bibliothek Alte Münze, Foto: Barbara Mönkediek / Universitätsbibliothek

Die bis zum 3. Juli 2026 im Foyer der Bibliothek Alte Münze zu begehende und zu besehende Kabinettausstellung präsentiert alte Bücher, Drucke der Aufklärungszeit aus dem Bestand der Universitätsbibliothek. Gutenberg-Galaxis revisited – und zwar in ihrer Wirkmächtigkeit und Bedeutung über die eigene Epoche hinaus: Bewegende Bücher. Ideen verändern die Welt im 18. Jahrhundert.

Das gemeinsame Ausstellungsprojekt von IKFN und UB ist konstruiert als angedeutete 'Bibliothek' in der Bibliothek, mit Bücherwänden nach außen und ausgewählten Altdrucken im Inneren, im Original und in Reproduktionen. Diese Raumidee ist dem Ort der Ausstellung so gemäß wie ihrem Thema: Einzelne Werke der Aufklärung aus dem IKFN-Altdruckbestand werden in ihrem Entstehungskontext und in ihrer oft genug epochalen Wirkungsgeschichte präsentiert, "bewegende Bücher", deren Einfluss auf politische Entscheidungen, auf Reformbestrebungen auf unterschiedlichen Gebieten, auf die Zeitläufte im allgemeinen und sogar auf Denkgebäude und 'Weltanschauungen' unstrittig ist. Kulturelles Erbe, das vielfach ambivalent, aber auch heute nicht obsolet ist.

Blick in die Ausstellung: Vitrinen und Stellwände zum europäischen Mächteverhältnis, zu Möser und Lessing, zu Kant und Forster, Foto: Barbara Mönkediek / Universitätsbibliothek

Aufklärung ist nicht von gestern. Diese Einsicht vermittelt sich in den Ausstellungsstationen, die seit dem Wintersemester 2025/26 von Studierenden der Geschichte unter der Leitung von Professorin Siegrid Westphal konzipiert und erarbeitet wurden. Jeder ausgewählte Altdruck des 18. Jahrhunderts repräsentiert eine bestimmte Fragestellung, eine Problemkonstellation, eine aufklärerische Idee, der die Studierenden nachgingen. Nach intensiver Lektüre und Beschäftigung mit dem historischen Kontext wurden Leitfragen entwickelt, Texte geschrieben und illustriert, Bildmaterial und andere Exponate ausgewählt. Neben historischem Wissen erprobten und erlernten die Beitragenden, angehende Geschichtslehrkräfte, die künftigen Generationen von Schülerinnen und Schülern die Notwendigkeit der Beschäftigung mit Geschichte und besonders derjenigen unserer Demokratie nahebringen sollen, Vermittlungskompetenz und ästhetisches Gespür. Akademisches Lernen mit Wirksamkeit auf mehreren Ebenen.

Das Spektrum der präsentierten Bücher reicht von enzyklopädischen Werken wie Diderots Encyclopédie und 'dem Zedler' über Verträge, über Rechtsnormen wie die Constitutio Criminalis Theresiana zu pädagogischen, philosophischen und literarischen Texten, darunter solche von Rousseau und Campe, von Kant, Möser und Lessing.
Es geht dabei um Vernunft und Freiheit, um Politik und Recht, um Fürsorge und Delinquenz, um Kindheit und Erziehung – um Werke und Autoren, die heute wohlbekannt sind, und solche, die allenfalls Spezialist*innen noch etwas sagen. Ihre Ideen waren epochemachend, und zum Teil wirken sie bis heute.

Zur Eröffnung am 22. April (Kurzinfo dazu im Blog) sprachen außer Siegrid Westphal Studierende über die Konzeption der Ausstellung.

Bibliothek Alte Münze
Galerie im Treppenhaus

Ins Bild gebannt: Bibliothek Alte Münze farbig + s/w

27. September 2024 bis auf Weiteres

Interaktive Fotoaktion

Auf den zweiten Blick?!

Die Uni Osnabrück feiert 2024 ihren fünfzigsten Geburtstag. Etwas jünger ist die Bibliothek Alte Münze, Standort für die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer & Bibliothekszentrale mitten in der Stadt. Anfang 1986 wurde das Gebäude glanzvoll eröffnet: frisch renoviert der historische Teil hin zum Ledenhof mit seinem markanten Giebel, dem eleganten Treppenhaus und dem Zimeliensaal, der nach dringend nötigem Facelift vor wenigen Jahren nun bei Veranstaltungen wieder in alter Pracht erstrahlt. Drangebaut ein großzügiger Neubau Richtung Kamp mit markanten und damals frischen Architekturdetails innen und außen: viel lichter Höhe, Säulen & Bögen, quadratischen 'Leitmotiven' an der Fassadengliederung und in der Innenausstattung, bei Fenstern, Holzwerk, Fliesen. Vor allem aber und spektakulär: mit verglastem Lesegarten, nahezu im Look einer Orangerie, und Leseterrasse. Das war ziemlich einzigartig für eine Unibibliothek zu dieser Zeit und soll nach langwierigen Arbeiten am Dach in der kommenden Saison endlich wiederbelebt werden. Denn dass die Bibliothek Alte Münze in die Jahre gekommen ist, lässt sich nicht verhehlen: Kontinuierliche Bauarbeiten künden davon fast jeden Tag, ob Reparaturen, Brandschutzmaßnahmen oder der Anbau am Kamp, der die Bibliothek wieder attraktiver gemacht hat mit der schönen Cafeteria und neuen Lesesaalbereichen.

In den sechs Einbauvitrinen der Galerie im Treppenhaus zeigen wir Fotos von unserer Bibliothek aus den bald vierzig Jahren seit ihrem Bezug: von verschiedenen Fotograf*innen, mit und ohne die Menschen, die sie beleb(t)en & benutzen. Ad multos annos!