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Digital Humanities

Komposition aus (von links nach rechts): 

Bild 1: Pixabay, CC0
Bild 2: Sinclair, Stéfan/Rockwell, Geoffrey (2017, 27. Januar), Pride and Prejudice in Voyant Tools, Detail, CC BY 4.0
Bild 3: Grandjean, Martin (2013, 2. November), Social Network Analysis Visualization, CC BY-SA 3.0

Was sind Digital Humanities?

Digital Humanities nutzen digitale Ressourcen sowie computergestützte Werkzeuge und Methoden für die Untersuchung geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschungsfragen.
Anwendungsgebiete der Digital Humanities reichen von digitalen Editionen und quantitativer Textanalayse über Netzwerkanalysen und digitale Ausstellungen bis hin zu raumbezogenen Geisteswissenschaften. Auch nicht-textuelle Medien wie Bilder, archäologische Artefakte, Tonaufzeichnungen und (mit Felix Stalder:) die "Kultur der Digitaltät" selbst können zu Forschungsobjekten werden.

Warum Digital Humanities?

Digital Humanities sind ein Weg, "neue wissenschaftliche Fragestellungen zu generieren und alte Fragestellungen systematischer, tiefer und besser zu beantworten", so heißt es in der Definition des Wissenschaftsblogs "Digital Humanities am DHIP" auf hypotheses.org (Februar 2016). Sie erlauben die Auswertung großer Datenmengen, die Visualisierung von Zusammenhängen, die Vernetzung von Daten innerhalb und außerhalb eines Projekts und neue Formen der Zusammenarbeit. Zudem ermöglichen sie "enhanced publications", insbesondere im Bereich der digitalen Editionen.

Digital Humanities & Bibliothek

Die Expertise der Universitätsbibliothek erstreckt sich von zielgruppenspezifischen Unterstützungsangeboten zur Förderung von Informationskompetenz über Erfahrung mit Open Science und Forschungsdatenmanagement bis hin zu Fachwissen in den Bereichen Metadatenformate, Normdaten (Linked Open Data), Metadatenstandards und Ontologien. Datenpräsentation und -retrieval über Online-Katalog und Discovery-System gehören seit vielen Jahren zu den Kernaufgaben und -kompetenzen der Bibliothek.
Die Kooperation mit Forschenden, Studierenden, IT-Fachleuten, universitären Gremien, überregionalen Netzwerken und Drittmittelgebern ist etabliert und in der Organisationsstruktur der Bibliothek verankert. Ihre personellen und technischen Rahmenbedingungen sind auf Langfristigkeit ausgerichtet, so dass auch über Projektlaufzeiten hinausgehende Kooperationen nachhaltig gesichert sind.
Dadurch kann die Universitätsbibliothek eine Vielzahl an Beratungs- und Unterstützungangeboten
für Digital-Humanities-Initiativen universitärer Akteure und Teams anbieten.

Beratung

Die Bibliothek berät zu geisteswissenschaftlichem Forschungsdatenmanagement und Datenmanagementplänen im Rahmen von Förderanträgen.
Gerne kann zu Metadatenstandards, zur Auswahl von Tools, zu Digitalisierungsvorhaben, Vernetzungsmöglichkeiten und digitalen Editionen mit TEI/xml Austausch mit der Bibliothek stattfinden, nicht zuletzt auch zu Bibliotheksbeständen, die ihrerseits Forschungsobjekte sein können.

Infrastruktur

Über das Repositorium osnaData können Forschungsdaten erschlossen und veröffentlicht werden. Mithilfe von osnaPlan lassen sich Forschungsdatenmanagementpläne für Fördermittelanträge erstellen.

Der OA-Publikationsserver osnaDocs dient der Veröffentlichung und Langzeitverfügbarmachung wissenschaftlicher Dokumente, osnaJournals bietet eine entsprechende Umgebung für wissenschaftliche Zeitschriften der Universität Osnabrück. Zusätzlich werden die Veröffentlichungen dieser universitären Publikationsplattformen über den Online-Katalog und das Discovery-System JOST verzeichnet und auffindbar gemacht, was zu ihrer überregionalen Sichtbarkeit beiträgt.

Für den kreativen Austausch ist die Einrichtung eines physischen und virtuellen Digital-Humanities-Lab in Planung.

Vernetzung

Forschungsinfrastruktur

CLARIAH-DE

Die Bibliothek fördert und erleichtert die Vernetzung von Digital-Humanities-Projekten untereinander sowie mit anderen Institutionen, Verbänden oder Netzwerken, die etwa als externe Kooperationspartner in Frage kommen.
Inneruniversitär dient die turnusmäßig veranstaltete Lunch Break Open Science sowohl der Information der Osnabrücker Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch ihrer Vernetzung.
Künftige Bestrebungen, Data Literacy curricular zu verankern und perspektivisch auch vertiefende Lehrveranstaltungen zu Tools und Methoden anzubieten, unterstützt die Universitätsbibliothek nachdrücklich.

Digital-Humanities-Projekte an der Universität Osnabrück

Data Driven History @NGHM (Prof. Dr. Christoph A. Rass, NGHM):

Digital Humanities und kulturwissenschaftlich orientierte Begriffsgeschichte. Zur historischen Semantik und Affektivität des Naturbegriffs in spanisch-hispanoamerikanischer Perspektive (Prof. Dr. Susanne Schlünder, Institut für Romanistik / Latinistik)

emoTouch Web (Prof. Dr. Christoph Louven, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik)

Ansprechpartnerin

Kerstin Strotmann-Frehe

Tel.: +49 541 969-4666
kerstin.strotmannfrehe@ub.uni-osnabrueck.de

Raum 10/214
Universitätsbibliothek
Alte Münze 16/Kamp
49074 Osnabrück