Gezeigte Ausstellungen
 

Aktuelle Ausstellungen

 
 

  

23. Januar  – 28. März 2012

Textile Künstlerbücher

Im Foyer der Bibliothek Alte Münze waren vom 23. Januar bis 28. März 2012 ein knappes Dutzend Textiler Künstlerbücher von der Hand Studierender zu bestaunen: Sie sind der Ertrag des Seminars gleichen Titels, das unter der Leitung der Osnabrücker Papierkünstlerin und Bildhauerin Hiltrud Schäfer im Fachgebiet Textiles Gestalten in diesem Wintersemester stattfand.
 
Elf Studentinnen präsentierten ihre Buchobjekte: Unikate allesamt, die textile Elemente aufweisen, Spuren textiler Materialien und Techniken. Bestickt, benäht, behäkelt kommen sie daher – bestrickend allemal, jedes für sich. Ganz unterschiedlich in Technik und Gestaltung, ob Collage, Assemblage, Guckkasten oder Leporello, ob plakativ oder zart und schemenhaft, inhaltlich nähern sich die Objekte vor allem zwei Themen, die einander wiederum berühren: Autobiographie & Erinnerung sowie Spiel & Kindheit lassen sich gleichsam leitmotivisch aus den kunstfertigen Seiten dieser Bücher lesen.
 
Für die Seminarleiterin Hiltrud Schäfer im übrigen ist die Bibliothek keine terra incognita (und umgekehrt): Zu den zahlreichen Buch- und Bibliotheksobjekten, die ein wichtiger Teil ihres künstlerischen Œuvres sind, gehört auch die Schwarze Bibliothek, die im zweiten Lesesaal unseres Hauses beheimatet ist.  

 


 

15. September 2011 – 20. Januar 2012

Aus dem Bestand der Universitätsbibliothek: Tahar Ben Jelloun

Am 16. September 2011 wurde der Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück zum elften Mal vergeben, diesmal an den wohl bekanntesten frankophonen Autor Marokkos: Tahar Ben Jelloun (*1944), Goncourt-Preisträger und Verfasser eines umfangreichen literarischen und auch essayistischen Werks. Besonderes Augenmerk gilt aus gegebenem tagespolitischen und zeithistorischen Anlass seiner jüngst in deutscher Originalausgabe erschienenen Essaysammlung Arabischer Frühling und seiner Haltung zu den erstarkenden Demokratiebewegungen im Maghreb und im Nahen Osten.
 
Anlässlich der Preisverleihung zeigte die Universitätsbibliothek im Foyer der Bibliothek Alte Münze eine kleine Präsentation zum Œuvre Tahar Ben Jellouns. Zu sehen waren vor allem Titelfacsimiles originalsprachlicher sowie ins Deutsche übersetzter Werke aus dem Bestand unserer Bibliothek, die sämtlich ausleihbar sind.  

 

 


15. Juni – 5. September 2011

Osnabrück durch deine Augen

Im November 2010 hatte das Autonome Referat für ausländische Studierende des AStA der Uni Osnabrück unter dem Titel «Osnabrück durch deine Augen» einen Fotowettbewerb für alle Studierenden ausgelobt. Der eigene Blick auf die Wahlheimat auf Zeit sollte ins Bild gesetzt werden, so lautete die einzige thematische Vorgabe. 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Ländern sind diesem Aufruf gefolgt und haben insgesamt mehr als hundert Arbeiten eingereicht, aus denen die Jury die Qual der Wahl hatte.
 
Vielfältig präsentierten sich die Fotos: bunt oder schwarzweiß, gegenständlich oder abstrakt, wirklichkeitsgetreu-dokumentarisch oder verfremdet, menschenleer oder belebt, und in ihrer Zusammenschau ließen sie ein großes, reichhaltiges Panorama entstehen: All das ist Osnabrück (eben auch).
 
Die Organisation und technische Realisation des Wettbewerbs «Osnabrück durch deine Augen» und der daraus resultierenden gleichnamigen Ausstellung des Referats für ausländische Studierende wurden aktiv unterstützt durch Lehrende und Studierende des Arbeitsbereichs Fotografie im Fachbereich Kunst/Kunstpädagogik sowie durch die Universitätsbibliothek, die auch als Gastgeberin fungierte: Die Fotos waren im Foyer der Bibliothek Alte Münze vom 15. Juni bis zum 23. Juli während der regulären Öffnungszeiten zu sehen.
 

osnabrueck durch deine augen

   

11. Mai – 8. Juni 2011

mains d’écrivains – Schriftstellerhände

Schriftstellerhände verweisen ebenso auf die Autorinnen und Autoren wie auf ihr Werk: Wenn Annie Assouline den Porträts zeitgenössischer Protagonisten des französischen Geisteslebens Aufnahmen ihrer Hände zur Seite stellt, so eröffnet sie einen anderen Blick auf die Schreibenden und das Geschriebene. Die Plakatserie »mains d’écrivains« der 1956 in Algerien geborenen Presse- und Porträtfotografin stand im Zentrum der gleichnamigen Ausstellung, die vom 11. Mai bis 8. Juni im Foyer der Universitätsbibliothek zu Gast war.
 
Gezeigt wurden 25 französische Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Literatur, Philosophie, Anthropologie und Geschichtswissenschaft, die für die intellektuelle Faszination Frankreichs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stehen und mit Kopf und Hand respektive Geist und Tat für die Betrachter kenntlich wurden. Annie Assouline hat für die Serie der »mains d’écrivains« eine Auswahl aus ihren über 70 Schriftstellerporträts des letzten Jahrzehnts getroffen und daraus Gesamtbilder der Persönlichkeiten entstehen lassen, in denen das Profil und die Spuren von Händen und Köpfen aufeinander verweisen.
 
Veranstaltet wurde die Ausstellung in Kooperation mit dem Institut für Romanistik/Latinistik und der Deutsch-Französischen Gesellschaft Osnabrück e. V.
 


 

26. November – 17. Dezember 2010

Cai Yuanpei. Der chinesische Humboldt

Das Konfuzius-Institut Hannover im Chinesischen Zentrum, Hannover e. V. und die Peking-Universität präsentierten in Kooperation mit der Universität Osnabrück Leben und Werk des bedeutenden Pädagogen und Bildungspolitikers Cai Yuanpei (1868-1940), der sich als erster Bildungsminister der chinesischen Republik, als Rektor der Peking-Universität und Gründungspräsident der Academia Sinica zeitlebens für die Sache der Bildung engagierte.

Inspiriert wurde dieses Engagement nicht zuletzt durch die intensive Beschäftigung mit westlicher Kultur und die leibhaftige Begegnung mit der deutschen Universität – namentlich während eines Studienaufenthalts an der Universität Leipzig und verschiedener Besuche in Deutschland.

Cai Yuanpeis Beziehungen zu Deutschland und zur deutschen Kultur, die er auch nach seiner Rückkehr ins Heimatland unermüdlich pflegte und zu vermitteln sich mühte, sei es als Übersetzer, sei es als Bildungs- und Hochschulpolitiker, akademischer Lehrer oder Wissenschaftler, gilt das besondere Augenmerk der Ausstellung. Nach Stationen in Leipzig, Berlin und Hannover war sie im Foyer der Bibliothek Alte Münze zu sehen.
  
 

Cai_Yuanpei

  


  

30. April – 30. Juni 2010

Textile UNIkate

Die Ausstellung Textile UNIkate, die unter der Leitung von Prof. Dr. Bärbel Schmidt in einem Projektseminar entstand, zeigte Objekte, die von Studentinnen des Faches Textiles Gestalten in den letzten Jahren gefertigt worden sind. Sie stellte somit eine Bilanz des Faches zu einem Zeitpunkt dar, in dem die Schulverwaltungen darüber nachdenken, das Schulfach ganz in den Wahlpflichtbereich abzuschieben.

Gezeigt wurden unterschiedlichste Objekte, von phantasievollen Kleidern über textile Kunstwerke bis hin zu Alltagsgegenständen aus ungewohnten Materialien, aber auch Informationskästen zu Rohstoffen und deren nachhaltigem Nutzung im textilen Bereich.

Damit plädierte die Ausstellung sowohl visuell als auch über die Erläuterungen für ein kulturgeschichtlich und ökologisch orientiertes Studium, in dem sowohl mit dem Kopf als auch mit der Hand gearbeitet wird. In einer Zeit, da die meisten Menschen sehr intensiv mit der virtuellen Welt beschäftigt sind, zeigte sich hier die Integration von Phantasie, Wissenschaft und feinmotorischer Kompetenz.

Veranstaltet wurde die Ausstellung vom Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Osnabrück.
 


  

19. November - 23. Dezember 2009

1900 Novecento
Die Fotografien von Angelo Novi zu Bernardo Bertoluccis Film Novecento
  

„Wie oft habe ich mich heimlich dem großartigen, lieben Angelo Novi mit seinem Bart genähert und ihm liebevoll drohend zugeraunt: ‚Du musst aufhören, Fotos zu schießen, die mich neidisch machen. Jeden Tag stiehlst du mir die Schauspieler, die ich ausgesucht habe und leite, du stiehlst mir die Dekorationen, die Lichter, die Kostüme, du stiehlst mir meine ganze Inszenierung. Du findest alles fertig vor und machst daraus großartige Bilder, mit Blickwinkeln, Nuancen, plötzlichen Überraschungen und heimlichen Blicken, die ich, an den Film gefesselt, niemals zu erfassen in der Lage sein werde’. Angelo lachte glücklich und zufrieden, stürzte sich in das Meer des Films und schoss Fotos mit seinem unerbittlichen Instinkt.“

Bernardo Bertolucci über Angelo Novi
aus: Bernardo Bertolucci – Images. Ausstellungskatalog. Lucca 2000, S. 11

Der italienische Fotograf Angelo Novi (1930-1997) begleitete und dokumentierte im Jahr 1976 die Dreharbeiten zu Novecento (1900), Bernardo Bertoluccis großangelegtem filmischen Panorama der norditalienischen Provinz, ihrer Geschichte und ihrer Bewohner in der bewegten ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. So entstanden rund 40 eindrucksvolle Schwarzweißaufnahmen, die nun zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sind: Vom 19. November bis 23. Dezember ist die Ausstellung 1900 – Novecento. Die Fotografien von Angelo Novi zu Bernardo Bertoluccis Film ‚Novecento‘ im Foyer der Universitätsbibliothek zu Gast. Unter den gezeigten Arbeiten finden sich Filmstills von nahezu genremalereihafter Anmutung ebenso wie Fotos vom Set und von den Akteuren hinter und neben der Kamera.

Angelo Novi gilt heute als einer der namhaftesten Setfotografen des italienischen Kinos, dessen Filmografie nicht nur die wichtigsten Werke Bertoluccis verzeichnet, sondern auch solche seiner Kollegen von Roberto Rossellini über Pier Paolo Pasolini bis Sergio Leone. Wenn ein bedeutender Teil dieses Œuvres, für gewöhnlich im fotografischen Archiv der Cineteca di Bologna aufbewahrt, in Osnabrück präsentiert werden konnte, so verdankt sich dies familiären Verbindungen: namentlich der persönlichen Vermittlung durch Livia Novi, seit 1989 hier beheimatete Tochter des Künstlers und Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Osnabrück.

Veranstaltet wurde die Ausstellung von der Universitätsbibliothek Osnabrück in Kooperation mit dem Institut für Romanistik/Latinistik und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Osnabrück e. V. 

Beitrag zur Ausstellungseröffnung auf os1.tv 
(Marcel Trocoli Castro, 26.11.2009)
Hinweis: kann nur mit dem Mozilla Firefox ausgeführt werden!
 


 

13. Mai – 20. Juni 2009

»Erbfeinde – Erbfreunde: Die deutsch-französischen Beziehungen zwischen 1870 und 1945 im Spiegel zeitgenössischer Literatur«

Die vom Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg konzipierte Wanderausstellung »Erbfeinde – Erbfreunde: Die deutsch-französischen Beziehungen zwischen 1870 und 1945 im Spiegel zeitgenössischer Literatur« machte vom 13. Mai bis zum 20. Juni in der Universitätsbibliothek Osnabrück Station. Sie führte durch die wechselvolle Geschichte deutsch-französischer Konflikte und Annäherungen seit 1870/71 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs – und zeigte insbesondere die Ambivalenz der Beziehungen zwischen beiden Ländern, die zwischen Faszination und Anziehung, Ressentiment und Auseinandersetzung oszillieren.

Im Foyer der Bibliothek Alte Münze wurden 20 Schautafeln sowie rund 50 Buchexponate aus dem Bestand der Frankreich-Bibliothek des Deutsch-Französischen Instituts präsentiert, die den »deutsch-französischen Zeitgeist« im betrachteten Zeitraum besonders greifbar machen sollen.

Zu sehen waren unter anderem publizistische und literarische Zeugnisse aus der Zeit von 1870 bis in die frühen Nachkriegsjahre, in denen ‚hüben wie drüben‘ nicht nur die drei kriegerischen Großereignisse (Deutsch-französischer Krieg von 1870/71 und die beiden Weltkriege), Ruhrbesetzung, NS-Okkupation und Résistance sowie als traumatisch erfahrene Ereignisse wie das SS-Massaker von Oradour-sur-Glane (Juni 1944) Widerhall fanden, sondern eben auch die Zwischenphasen der Entspannung und vorsichtiger wechselseitiger Annäherung. Das jüngste Exponat wies den Weg der gemeinsamen Zukunft in einem befriedeten Europa, in dem die Erbfeinde von einst Nachbarn sein können, ohne sich der historischen Verantwortung zu entäußern: Die Aufzeichnung der Rede Charles de Gaulles, des ersten Präsidenten der Fünften Republik, an die deutsche Jugend vom 9. September 1962 markierte die letzte Station der Ausstellung.

Die Ausstellung des Deutsch-Französischen Instituts wurde in Kooperation mit dem Institut für Romanistik/Latinistik und der Deutsch-Französischen Gesellschaft Osnabrück e. V. präsentiert.
 


 

30. Oktober - 12. Dezember 2008

Seligmanns Bücher
Von der späten Rückgabe des Eigentums jüdischer Flüchtlinge aus Hannover

1991 entdeckte die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen in ihrem Bestand 1.500 Bücher mit einer besonderen Geschichte: Sie hatten jüdischen Emigranten gehört und sollten sie auf der Schiffspassage über den Atlantik ins Exil begleiten. Doch das im Bremer Freihafen gelagerte Umzugsgut sollte seine Besitzer nicht erreichen: Von der Gestapo beschlagnahmt und später versteigert, gelangten die Bücher aus den sogenannten „Juden-Auktionen“ 1942 in die Bibliothek.

Ein Teil dieses ab 1991 systematisch erforschten Bestandes wies Besitzvermerke und Widmungen auf. So wurde es möglich, bislang rund 150 Bücher an die Nachfahren der einstigen Eigentümer zurückzugeben. Die Ausstellung »Seligmanns Bücher. Von der späten Rückgabe des Eigentums jüdischer Flüchtlinge aus Hannover« widmet sich einem Teil dieses Bestandes und seiner Geschichte.

Der Historiker und Kurator der Ausstellung, Dr. Peter Schulze, konnte das Schicksal einzelner Bücher und ihrer einstigen Besitzer rekonstruieren. Gezeigt wurden bereits restituierte Bücher aus dem Bremer Bestand, Bild- und Texttafeln erinnerten an ihre früheren Eigentümer - wie eben Henry Seligmann -, und das ‘Verwahrungsbuch der Finanzkasse Bremen-Ost‘ dokumentierte die Versteigerungen im Rahmen der „Juden-Auktionen“. 

Die Universitätsbibliothek Osnabrück präsentierte die Ausstellung in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V., der Hans Calmeyer-Initiative e.V. sowie der Alfred Gong Gesellschaft e.V. und mit Förderung durch die Universitätsgesellschaft Osnabrück e.V.
 


 

10. April  - 31. Mai 2008
 
Kunst-Naober-Shop

Grenzüberschreitendes Projekt - grensoverschrijdend project

Deutsche und niederländische Kunststudierende in der EUREGIO hatten mit 
100 Euro, für die sie im jeweiligen Nachbarland einen Artikel, ein Objekt oder Material erwarben, diese künstlerisch gestaltet oder neu interpretiert. Wichtig war, dass es sich aus Sicht der Teilnehmenden um typische niederländische oder deutsche Objekte handelte, die es vielleicht im eigenen Land in anderer Form oder gar nicht gibt.

Die ausgewählten Arbeiten wurden in beiden Ländern als Wanderausstellung in Borken, Hengelo, Münster, Zwolle, Arnhem, Doetinchem und Windesheim gezeigt. Zum Abschluss wurd die Ausstellung in der Universitätsbibliothek Osnabrück präsentiert. Ein Katalog und eine Ausstellungsbroschüre begleiteten das Projekt.

Weitere Informationen unter www.kunst-naober-shop.eu.
 


 

8. November - 15. Dezember 2007

Aufgedeckt & rumgedreht
Bewegte Geschichten auf fliegenden Blättern

Die Ausstellung zeigte interaktive Flugblätter der Frühen Neuzeit. Bei diesen frühen Medien handelte es sich um Einblattdrucke, die mit beweglichen Klappen oder Drehscheiben versehen wurden. Es wurden großformatige Reproduktionen präsentiert, die das Publikum einluden, Hand anzulegen, um die oftmals spöttische oder überraschende Botschaft zu entdecken.
   


21. Mai - 14. Juli 2007
 
Studienbeiträge
Fotografien von Andreas Schröder
 
 


23. November 2006 - 15. März 2007
 
UP THE REPUBLIC

Literatur und Medien im Spanischen Krieg 1936 - 1939
 
Im Juli 1936 putschten in Spanien Generäle und ihre konservativen Unterstützer gegen die Reformpolitik der gewählten republikanischen Regierung. Die Mehrheit der Bevölkerung widersetzte sich dem Militärputsch und kämpfte für eine Soziale Revolution. Der Militärputsch wurde durch das faschistische Italien und Deutschland unterstützt; dank dieser Hilfe konnte General Franco siegen und bis 1975 eine Diktatur installieren.

KünstlerInnen, Intellektuelle und SchriftstellerInnen engagierten sich mit ihren Arbeiten für die spanische Republik: Sie reisten nach Spanien, berichteten und einige tauschten die Feder mit dem Gewehr.

Die Ausstellung UP THE REPUBLIC, deren Titel einem Appell von Samuel Beckett folgt, dokumentierte aus Anlass des 70. Jahrestags des Putsches die vielfältigen medialen Zeugnisse dieses Engagements. In der von Studierenden des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaft/Romanistik erarbeiteten Ausstellung wurden unveröffentlichte Plakate, Fotos, zeitgenössische Zeitungen, Bücher und literarische Zeugnisse gezeigt. Hingewiesen wurde auf Biographien, Ereignisse und Entwicklungen. Ein Rahmenprogramm mit Lesungen, Vorträgen und Filmveranstaltungen ergänzte die Ausstellung und stellte aktuelle Verbindungen zur Erinnerung an dieses Ereignis her.

Ausstellungskatalog: UPTHEREPUBLIC. Literatur und Medien im Spanischen Krieg (1936 - 1939). Wolfgang Asholt / Walter Fähnders / Rüdiger Reinecke (Hgg.). Bielefeld: Aistesis, 2006.
 


19. Mai - 15. Juli 2006
 
Historische Räume - Osnabrück und die Hanse
 
Zahlreiche ehemalige Hansestädte haben sich 1980 zu einer Partnerschaft zusammengeschlossen, um die alte hansische Idee einer städtischen Zusammenarbeit wiederzubeleben. Der jährliche Internationale Hansetag, dessen Bedeutung von Jahr zu Jahr zunimmt, fand in diesem Jahr in Osnabrück statt. Die Universitätsbibliothek nahm dies zum Anlass, eine vom Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) in enger Kooperation mit dem Staatsarchiv Osnabrück entwickelte Ausstellung zum Thema Osnabrück und die Hanse zu zeigen.

Das IKFN besitzt neben zahlreichen Drucken des 16. und 17. Jahrhunderts aus dem Baltikum die beiden ersten wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit der Geschichte der Hanse aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Auch im Niedersächsischen Staatsarchiv lagern viele historische Dokumente, die die Bedeutung der Hanse in Osnabrück bezeugen. Osnabrücker Kaufleute handelten im gesamten hansischen Raum und waren in den Hansekontoren zugelassen. In diesen Kontoren übernahmen Bürger der Stadt wichtige Verwaltungsämter. Der zweite Hansesyndikus, der Osnabrücker Johann Doman, reformierte zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Hanse und verfasste ein Gedicht zur Verteidigung des Bundes. Justus Möser stellte Überlegungen zu einer Reaktivierung hansischer Traditionen an. Die Stadt Osnabrück war sich der hansischen Tradition bewusst und gehörte zu den ersten Mitgliedern des 1870 gegründeten Hansischen Geschichtsvereins, dessen 19. Versammlung 1890 in Osnabrück abgehalten wurde.

Die ausgewählten Exponate verdeutlichten die vielfältigen hansischen Bezüge der Stadt Osnabrück und regten zur Auseinandersetzung mit dem Thema "Hanse" an.

Katalog: Historische Räume - Osnabrück und die Hanse. Osnabrück: sec Kommunikation und Gestaltung, 2006 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 12)
 


13. Oktober - 14. Januar 2006

"Unter Tieren"
Fabelhafte Ausstellung um Reineke, Isegrim & Co.
 
Tierdarstellungen in mittelalterlichen Handschriften und Drucken der Frühen Neuzeit standen im Mittelpunkt der Ausstellung "Unter Tieren". Die Ausstellung war das Ergebnis einer Lehrveranstaltung, die im Wintersemester 2004/05 von Prof. W. Günther Rohr an der Universität Osnabrück durchgeführt wurde. Ziel war es, die unterschiedlichen Rollen der Tiere in der Literatur und die epischen Ausformungen der Tiergeschichten von der Antike bis heute zu verdeutlichen.

Die erste Abteilung zeigte Darstellungen und Beschreibungen von Tieren in mittelalterlichen Fabeln, Jagdbüchern und religiösen Schriften. Einen Schwerpunkt bildete die naturkundliche Handschrift "Der naturen bloeme" von Jacob van Maerlant. Die zweite Abteilung um das anonym verfasste Tierepos "Van den vos Reynaerde" konzentrierte sich auf die Tierepik. Sie begann bei frühen lateinischen Texten, zeigte die französische, hochdeutsche und niederländische Tradition und gelangte mit der niederdeutschen und englischen Überlieferung in die Frühe Neuzeit. Schließlich bot die dritte Abteilung einen kursorischen Überblick über die Entwicklung der Fabel bis in unsere Tage, die in Goethes "Reineke Fuchs" gipfelt und sich im 20. Jahrhundert von starren Vorgaben emanzipiert.
 
Katalog: Unter Tieren. Fabelhafte Ausstellung um Reineke, Isegrim & Co. /
Amand Berteloot. Siegen: Böschen, 2005.
 


14. April - 30. Juni 2005

"Wo ist Minerva - Wegbeschreibungen erfolgreicher Frauen"

Die Ausstellung porträtierte dreizehn herausragende Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen, die mit viel Courage, Engagement und exzellenten Leistungen in den unterschiedlichsten Fachbereichen an niedersächsischen Hochschulen für Innovation und Weiterentwicklung in Forschung und Lehre sorgen. Gezeigt wurden Exponate, die den persönlichen und wissenschaftlichen Werdegang dieser Frauen begleitet haben.
Die Ausstellung wurde von der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur konzipiert und seither in verschiedenen Hochschulen des Landes gezeigt.
 
Katalog: Wo ist M
inerva. Wegbeschreibungen erfolgreicher Frauen. Braunschweig: Appelhans, 2003.
 


2. Dezember 2004 - 15. März 2005

"Eine literarische Gesellschaft im 20. Jahrhundert"
75 Jahre Annette von Droste-Gesellschaft (1928 - 2003)
 
In Deutschland ist die Annette von Droste-Gesellschaft mit ca. 300 Mitgliedern eine der kleineren Gesellschaften, die erste aber, die einer Frau gewidmet wurde. Gegründet wurde die Droste-Gesellschaft 1928, in einer Zeit, als derlei literarische Vereinigungen in Mode waren. Man begeisterte sich für die Ikone Droste, die als Dichterin geliebt wurde und alsbald im Zentrum eines wissenschaftlichen Interesses stand. Die Förderung mehrerer Lese- und wissenschaftlicher Ausgaben, u.a. einer historisch-kritischen Ausgabe in 27 Bänden (1977 - 2002), und die Etablierung des größten europäischen Lyrikertreffens gehört zu den Resultaten dieser Aktivitäten. 
Die Vorsitzenden der Droste-Gesellschaft haben durch ihre wissenschaftlichen Leistungen, die im Bereich der Werkimmanenz, der sozialgeschichtlichen Forschungen sowie der Methodik der zeitgenössischen Editionswissenschaften liegen, große Wirkung gehabt. Hier sind vor allem die Literaturwissenschaftler Benno von Wiese, Clemens Heselhaus sowie der Osnabrücker Germanist Winfried Woesler, die jeweils Vorsitzende und/oder Geschäftsführer der Droste-Gesellschaft waren, zu nennen.
Die Ausstellung arbeitete zwei zentrale Aspekte heraus: 1. die Verbindung der Gesellschaft mit bedeutenden Leistungen der Geistes- und Forschungsgeschichte und 2. den forcierten Anschluss an die nationalsozialistische Kulturpolitik, die das Bild der Droste über Jahre beeinträchtigte. Die ausgestellten Dokumente waren zum großen Teil bisher unbekannt und zeigten die Gesellschaft in einem differenzierten Licht.
 
Katalog: Eine literarische Gesellschaft im 20. Jahrhundert. 75 Jahre Annette-von-Droste-Gesellschaft (1928 - 2003) / Hrsg. von Jochen Grywatsch und Ortrun Niethammer. Bielefeld: Aisthesis-Verl., 2003.
 


2. Februar - 5. Juni 2004

„Parteien und Politiker“
Ausstellung mit Karikaturen von Fritz Wolf


Die Ausstellung mit fünfzig Zeichnungen des bekannten Karikaturisten Fritz Wolf - sie entstand in enger Kooperation zwischen der Fritz Wolf-Stiftung und der Fritz-Wolf-Gesellschaft e.V. - wurde erstmals im November 2003 im Haus der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin gezeigt, war dort aber nur den Mitgliedern des Deutschen Bundestages zugänglich. Um auch der Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, die Ausstellung zu sehen, wurde sie im Frühjahr 2004 in der Universitätsbibliothek präsentiert.

Bereits 1998 hatte die Bibliothek unter dem Titel „Wer mit dem Wolf lacht“ einen Ausschnitt aus dem vielfältigen Werk des Künstlers gezeigt. In der Bibliothek befindet sich seit 2003 die Arbeitsstelle zur Erfassung und Erschließung des Nachlasses von Fritz Wolf.

Die ausgestellten Karikaturen wurden zwischen 1961 und 2001 in der Neuen Osnabrücker Zeitung bzw. Neuen Tagespost veröffentlicht. Ein zwanzigseitiger Katalog mit Abbildungen aller in der Ausstellung gezeigten Exponate gibt Hintergrundinformationen zu den dargestellten Personen und Ereignissen. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann gegen eine geringe Gebühr leihweise übernommen werden. Der Katalog ist für € 2 (Schutzgebühr) an der Information der Bibliothek oder bei der Fritz-Wolf-Gesellschaft e.V. erhältlich.
 


15. Juli - 30. September 2003

Summe, Glosse, Kommentar - Rechtswissenschaft aus verborgenen Quellen

Im Gebäude der Bereichsbibliothek Rechts- und Wirtschaftswissenschaften präsentierte die Universitätsbibliothek die Buchbestände ihrer rechtshistorisch bedeutsamen Ius-Commune-Bibliothek erstmalig einer breiten Öffentlichkeit. Ausgehend von den Anfängen des Rechts in vorchristlicher Zeit über seine mittelalterlichen und neuzeitlichen Prägungen bis in das 19. Jahrhundert hinein wurde anhand der Bestände der Ius-Commune-Bibliothek vor allem die Entwicklung des reichen kontinental-europäischen Rechts vom 13. bis 18. Jahrhundert nachvollzogen. Neben wissenschaftlich bedeutsamen Aspekten wurden dabei auch buch- und druckgeschichtlich interessante Facetten herausgestellt.
 
Literatur:
Summe, Glosse, Kommentar. Juristisches und Rhetorisches in Kanonistik und Legistik / Hrsg. von Frank Theisen. Osnabrück: Univ.-Verl. Rasch, 2000 (Osnabrücker Schriften zur Rechtsgeschichte; 2,1)
 


15. Mai - 30. Juni 2003

"Süß ist der Krieg den Unerfahrenen"
Kriegsgreuel und Friedenswillen im Spiegel der Literatur


Die Ausstellung war in der Bibliothek des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN), Neuer Graben 19-21, zu sehen.
Präsentiert wurden ausgewählte Exponate aus dem Altdruckbestand und andere Medienformen der Bibliothek.

Das Thema ist von andauernder Aktualität: Positionen für und wider den Krieg, polemische Aufrufe, um Ausgleich bemühte Schriften, fiktionale Texte, die dem Friedenswillen Nachdruck verleihen. Facettenreich ruft die Literatur der Frühen Neuzeit das sinnlose Leiden eines der grausamsten Kriege Europas in Erinnerung und liefert Gegenbilder. Studierende einer Lehrveranstaltung zur Friedensdichtung des 17. Jahrhunderts und Nachwuchswissenschaftler des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) präsentieren frühneuzeitliches Schrifttum zu Krieg und Frieden aus Beständen der Institutsbibliothek.

Katalog:
"Süß ist der Krieg den Unerfahrenen". Krieg und Frieden in Texten aus dem Europa der Frühen Neuzeit. Osnabrück: Universitätsbibliothek, 2003 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 11)
 


1. Januar - 31. Dezember 2003

Osnabrück - Stadt zum Leben und zum Lernen

Die zunächst in der Partneruniversität Twer, Russland, gezeigte Ausstellung über Stadt, Region und Universität Osnabrück wurde - ergänzt um Texte in deutscher Sprache - im Foyer der Bibliothek Alte Münze präsentiert.
 
Katalog: Osnabrück, Stadt zum Leben und zum Lernen. Osnabrück: Universitätsbibliothek, 2000 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 10)
 



7. Oktober 2002 - 31. März 2004

Editionen und Multiples von Ellen Harlizius-Klück

 



11. Juni - 30. September 2001


Assia Djebar

Bücher und Dokumente zu Leben und Werk von Assia Djebar, der bedeutendsten Gegenwartsautorin des Maghreb, waren im Sommer 2001 in der Universitätsbibliothek zu sehen. Assia Djebar, Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, war Schirmherrin des 3. Afrikanischen Kultur- und Filmfestivals in Osnabrück. Die Ausstellung wurde in Anwesenheit der Autorin eröffnet. 
 


7. Dezember 2000 - 31. März 2001 

studieren - probieren

Kooperationsprojekte der Städtischen Bühnen Osnabrück und der Universität Osnabrück  

Die Begegnung zwischen Theaterschaffenden und Studierenden zu ermöglichen und über den gemeinsamen Austausch gegenseitig Anregungen für die Arbeit zu geben – das ist Anliegen der Kooperation zwischen den Städtischen Bühnen Osnabrück und der Universität Osnabrück. Seit dem Wintersemester bzw. der Spielzeit 1997/98 bemühen sich die beiden Institutionen um eine Intensivierung ihrer Zusammenarbeit. In spezifischen Seminaren werden Studierende verschiedener Fachbereiche in die praktische Theaterarbeit eingeführt. Die Ausstellung dokumentierte die Ergebnisse dieser nunmehr dreijährigen Kooperation anhand zahlreicher Beispiele. 
Vorgestellt wurden Kooperationsprojekte in den Bereichen Musikwissenschaft/Oper und Literaturwissenschaft/Schauspiel. Gezeigt wurden außerdem Plakate und die dazu gehörigen Entwürfe, die von Studierenden der Kunst/Kunstpädagogik für Produktionen der Städtischen Bühnen angefertigt wurden, sowie Aufführungsfotos, Bühnenbildmodelle und Kostüme.

Zur Eröffnung um 18 Uhr sprachen Uni-Vizepräsident Prof. Dr. Peter Hertel und Intendant Norbert Hilchenbach. Außerdem präsentierten sich bei dieser Veranstaltung Schauspiel und Musiktheater der Städtischen Bühnen.
 


15. Juni - 30. September 2000 

Die schönsten deutschen Bücher 1999 

Jedes Jahr prämiert die Stiftung Buchkunst im Rahmen eines Wettbewerbs die schönsten deutschen Bücher des Vorjahres. Die Bücher des Jahrgangs 1999 waren in diesem Sommer in der Universitätsbibliothek Osnabrück zu sehen. 

Gezeigt wurden vorbildlich in Bild, Satz, Druck und Einband gestaltete Exemplare, die von einer unabhängigen Jury der Stiftung Buchkunst ausgewählt worden waren. Bei den ausgestellten Büchern ging es also um die äußere Gestalt, nicht um ihren Inhalt. 

Aufgabe der Stiftung Buchkunst ist die kritische Begleitung der deutschen Buchherstellung mit dem Ziel, die Qualität des Gebrauchsbuchs zu erhalten und zu fördern. Jeweils am Ende eines Jahres begutachten neun Vorjuroren und zwölf Hauptjuroren die zum Wettbewerb eingesandten Bücher. In einem schriftlichen Bewertungsverfahren beurteilen sie Typografie und Grafik als Elemente der Buchgestaltung, ferner die Qualität von Satz, Umbruch, Reproduktion, Druck, Papier und Bindung. Sie bewerten die ästhetische und technische Leistung in ihrem Verhältnis zu Zweck, Auflagenhöhe und Preis des jeweiligen Buches. Die Vorjury überprüft alle Bücher auf grobe technische Mängel. Die Hauptjury trifft die Entscheidung, welche Bücher prämiert werden. 1999 nahmen 811 Bücher aus 339 Verlagen am Wettbewerb teil. 52 davon erhielten das Prädikat "eines der schönsten Bücher". 
  


30. Mai - 30. September 2000 

Blickwinkel
  -  Fotoausstellung  

Zwölf Studierende des Fachgebietes Kunst/Kunstpädagogik sehen ihre Universität  

Die ausgestellten Fotografien entstanden im Rahmen eines Projekts im WS 1999/2000. Thema war "Das Studium in Osnabrück" unter den Aspekten "Studentisches Leben" und "Gebäude der Universität", wobei der Hauptschwerpunkt von den Studierenden auf die Architektur gelegt wurde. Den Studierenden wurde Raum gegeben, frei assoziativ  
an ihre Aufgabe heranzutreten, ihre Universität aus ganz eigener Sicht zu zeigen.  
So entstanden weniger objektive, dokumentarische Fotos, als vielmehr freie, subjektive Arbeiten. Blicke, die über den oberflächlichen Eindruck hinaus ungewohnte Sichtweisen zeigen. Ausschnitte, Verfremdungen durch Licht und extreme Perspektiven, Mehrfachbelichtungen. Dadurch standt in den Fotografien die Atmosphäre im Vordergrund. 
Das Projekt wurde geleitet von Friederike von Behren und Katharina Hülbusch,  
Fachgebiet Kunst/Kunstpädagogik im Fachbereich Kultur- und Geowissenschaften.
  


25. Januar - 29. April 2000

- Umweltbildung in Osnabrück 

Seit zwölf Jahren arbeitet das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Natur und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück, das unter der Kurzbezeichnung NUSO im Osnabrücker Raum und überregional bekannt wurde. NUSO ist ein langfristig angelegtes Kooperationsvorhaben des Arbeitsbereiches Umweltbildung und 
Regionales Lernen des Erziehungswissenschaftlers Dr. Gerhard Becker im Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Universität Osnabrück mit dem 1987 gegründeten gemeinnützigen Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück e.V. Die Kooperation zwischen Universität und Verein, die 1992 auf eine vertragliche Basis gestellt wurde, war die entscheidende Voraussetzung für den langjährigen Erfolg der Arbeit und das breite Spektrum lokaler Aktivitäten. Hauptziel des integrierten Theorie-Praxis-Projektes ist die Förderung lokaler und regionaler Umweltbildung zu stadtökologischen Themen und Fragen der nachhaltigen Entwicklung im Kontext der Lokalen Agenda 21. 

Die Ausstellung zeigte Beispiele aus der vielfältigen Zusammenarbeit zwischen Universität und Verein seit 1988: 

  • Umweltgeschichtliches Archiv zur Stadt Osnabrück mit Datenbank zur Recherche 
  • Sammlungen umweltpädagogisch relevanter Literatur, Materialien, Informationen; Erfassung in Datenbanken 
  • Lokale Öffentlichkeitsarbeit (Ausstellungen, Publikationen, Veranstaltungen) 
  • Initiierung regionaler Vernetzung und Kooperation (Institutionen, Verbände, Einzelpersonen) 
  • Erschließung städtischer und regionaler Lernorte/Lernpfade/Lernstandorte 
  • Historisch-ökologische Stadtführungen 
  • Didaktische Materialien zu lokalen Themen; Themen-Kisten 
  • Umweltpädagogische Einzelberatung und Unterstützung von Lehrenden 
  • (Lehrer-)Fortbildung, Lehrerausbildung 
  • Arbeitskreise, Begleitung und Dokumentation umweltpädagogischer Praxis 
  • Kooperation mit der Dritte-Welt-Bilanz und der Lokalen Agenda 21 in Osnabrück 
  • Überregionaler und internationaler Austausch 
  • Entwicklung umweltpädagogischer Konzepte und theoretischer Grundlagen 
Im Rahmen der Kooperation zwischen Universität und Verein sind inzwischen weitere Projekte und Initiativen entstanden: 
  • Projekt Pädagogische Umweltberatung an Schulen (Ökologisierung der Schule, seit 1996) 
  • Initiative Waldkindergarten (1999 erfolgreich realisiert) 
  • Initiative Ökologischer Erlebnis- und Lernort Schullandheim Osnabrück in Mentrup-Hagen (seit 1995) 
  • Eigenverlag des Vereins für seine lokalen Publikationen (seit 1997) 
  • Initiative für ein städtisches Umweltbildungszentrum (1997 erfolgreich realisiert). 
Ein Teil dieser praktischen Aktivitäten und Projekte werden in der Ausstellung und in dem Buch Umweltbildung in Osnabrück - Entwicklung und Perspektiven (Osnabrück: Rasch) präsentiert. Die hauptsächlich vom Verein durchgeführten Praxisprojekte und -aktivitäten stehen in enger Wechselwirkung mit der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit und der universitären Lehrpraxis im Bereich Umweltbildung. 

Das Umweltgeschichtliche Archiv wird ständig aktualisiert. Zur Zeit enthält es über 25000 Zeitungsartikel zu umweltrelevanten Themen sowie Fotos und Karten aus dem Bereich der Stadt Osnabrück aus der Zeit von 1850 bis in die Gegenwart. Eine Datenbank ermöglicht Recherchen zu entsprechenden Themen. Datenbank und Archiv bilden nicht nur eine wichtige Quelle für die Arbeitsfelder der Wissenschaftler (vertiefte Forschungsvorhaben, lokale Öffentlichkeitsarbeit durch Ausstellungen, Publikationen, Veranstaltungen, didaktische Materialien zu lokalen Themen, umweltpädagogische Projekte), sondern sind der Öffentlichkeit zugänglich und stellen eine Fundgrube für nahezu jedes lokale Umweltthema dar. Langfristig soll ein Zugang über das Internet geschaffen werden. Hauptziel ist die Förderung des Bewusstseins der oft vergessenen Veränderungen der urbanen Umwelt in Osnabrück und ihrer vielfältigen Ursachen.
 
Gezeigt wurde außerdem auf zwölf Tafeln die Ausstellung "Hase - Fluss durch die Zeit".
 


4. November - 16. Dezember 1999 
  
Deutsche aus Odessa und dem Schwarzmeergebiet   

Das Schicksal der Russlanddeutschen am Beispiel der Deutschen aus der Ukraine  

Die mit Unterstützung der bayerischen Landesregierung und der Republik Ukraine entstandene Wanderausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. (Stuttgart) und ihrer Osnabrücker Ortsgruppe gezeigt. 
 


21. Juni - 31. August 1999 
  
Als Beitrag zum 25-jährigen Jubiläum der Universität Osnabrück eröffnete die Universitätsbibliothek in der Festwoche zwei Ausstellungen:
 

Das Buch - Medium im Wandel 
und

Die schönsten deutschen Bücher der Jahre 1997 und 1998
 

In Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Politik wurde am Abend des 21. Juni 1999 die Doppelausstellung mit einem Einführungsvortrag des Verlegers Andreas J. Hinz vom Osnabrücker secolo Verlag eröffnet. Mit diesem Verlag verbindet die Universitätsbibliothek eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit im Ausstellungs- und Publikationsbereich. Presse und Rundfunk berichteten mehrfach über die Ausstellung. 
 

Die Ausstellung gab anhand ausgewählter Exemplare aus dem Bestand der Universitätsbibliothek und des Gymnasium Carolinum Osnabrück sowie weiterer Exponate einen Überblick über die Geschichte des Buches - von der Handschrift bis zur elektronischen Publikation - und illustrierte insbesondere die Aspekte Buchgestaltung und -herstellung. Die zum Teil äußerst wertvollen Exponate gruppierten sich um die Nachbildung einer von Leonardo da Vinci entworfenen Druckpresse, die im Rahmen eines studentischen Projektes mit Unterstützung des rasch-Verlages, Bramsche, nachgebaut worden war.
 
Parallel zur historisch orientierten Ausstellung im Foyer der Bibliothek wurden im Lesesaal im 2. OG Die schönsten deutschen Bücher der Jahre 1997 und 1998  präsentiert, von der Stiftung Buchkunst, Frankfurt a. Main und Leipzig, ausgewählte und prämierte Dokumente herausragender zeitgenössischer Buchgestaltung und -herstellung.
 
Was ein "schönes" Buch auszeichnet, erläuterte eine Woche später anhand der ausgestellten Exponate Prof. Matthias Gubig von der Kunsthochschule Berlin-Weißensee in seinem Vortrag Sind die "schönsten Bücher" schön? - Zusammenhänge zwischen Gestalt und Gehalt. Gubig, Hauptjuror im Wettbewerb der Stiftung Buchkunst um die schönsten deutschen Bücher 1998, berichtete über seine Arbeit in der Jury und öffnete einem interessierten Publikum die Augen für gestalterische und typographische Qualität nicht nur teurer Kunstbände, sondern auch besonders gelungener Gebrauchs- und Studienliteratur.
 
 
Die im Lesesaal offen auf Tischen präsentierten Bücher erfuhren seitens der Benutzer der Bibliothek, insbesondere der Studierenden der kulturwissenschaftlichen Fächer, große Beachtung. Durch die Art der Präsentation wurden die Besucher animiert, die Bücher in die Hand zu nehmen, sie von allen Seiten zu betrachten und zu befühlen, Verpackungen und Umhüllungen zu entfernen und wieder anzubringen und natürlich in den Büchern zu blättern und zu lesen.
 
Katalog: Das Buch - Medium im Wandel. Osnabrück: Universitätsbibliothek 1999. (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 9)
 


13. April - 5. Juni 1999 

Amerika über Bremen - Die Briefe der Auswanderer aus dem Osnabrücker Land nach Nordamerika im 19. Jahrhundert
 

Sonderausstellung des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V. im Foyer der Universitätsbibliothek (Alte Münze/Kamp)  
   
"Amerika über Bremen" wurde als Wanderausstellung konzipiert und im vergangenen Jahr im Auftrag des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V. erstellt. Für die Präsentation der Ausstellung in der Universitätsbibliothek Osnabrück hat der Landschaftsverband mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück und der Universitätsbibliothek eine Veranstaltergemeinschaft gebildet und die Ausstellung um zusätzliche Exponate erweitert. Die Ergänzungen stammen aus Beständen der Universitätsbibliothek, des IMIS, vom Landschaftsverband sowie von privaten Leihgebern. 
  
Neben Briefen von Auswanderern zeigte die Ausstellung einen Schreibtisch mit Geschäftsunterlagen einer Auswanderungsagentur, zeitgenössische Postkarten, zwei Überseekoffer, einige nautische Instrumente und großformatige Spannbilder. Hinzu kamen u.a. Materialien aus Osnabrück zur Auswanderung eines der Briefschreiber nach New York und zur Rückwanderung der nächsten Generation, Materialien zur Auswanderung nach Cincinnati, Ohio, sowie  Auswanderungsszenen und alte Ansichten von Bremerhaven. Eine auf Beständen der UB Osnabrück und des IMIS basierende Auswahlbibliographie verzeichnet relevante Literatur zur deutschen Amerikaauswanderung im 19. und 20. Jahrhundert. 
  

Parallel zur Sonderausstellung "Amerika über Bremen" entstand die Dauerausstellung "Von Heuerleuten und Farmern", die in den Räumen der Stadtbücherei Quakenbrück zu sehen ist und zu der in Kürze ein Katalog mit Beiträgen von Walter Kamphoefner, Peter Marschalck und Birgit Nolte-Schuster erscheinen wird. Die beiden Ausstellungen und der Katalog sind das Ergebnis eines zweijährigen, von der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück, der Klosterkammer Hannover, dem Arbeitsamt Osnabrück und der Deutschen Post AG, Niederlassung Osnabrück, geförderten Projektes zur Nordamerikaauswanderung im 19. Jahrhundert. Die ausgestellten Quellen stammen von Familien, die in der Region Osnabrück leben und die Briefe und Dokumente ihrer Verwandten sorgfältig gehütet haben. Leihgeber der nautischen Objekte war das Deutsche Schiffahrtsmuseum Bremerhaven.  
  
Die Verfasser der ausgestellten Briefe entstammen dem Osnabrücker Land und wanderten zwischen 1849 und 1876 aus. Während sich die Familien Wilker, Scheckelhoff und Rauckmann auf dem Lande in Ohio bzw. Illinois ansiedelten, ließen sich die Auswanderer Hellermann (San Francisco), Thumann (New York), Schröder (Memphis), Philips (Cincinnati) und Meier (New York) in der Stadt nieder. Cincinnati war auch das Ziel des mit Briefen aus Bremerhaven und Philadelphia vertretenen Auswanderers Richard. Aus der Zeit unmittelbar nach der Einwanderung berichteten die Briefschreiber Thumann, Wilker und Richard. Der unverheiratete einstige Schneidergeselle Hellermann hat innerhalb von siebzehn Jahren ein Vermögen gemacht. Der Auswanderer Schröder bedachte seine Verwandten und übersandte ihnen einen Scheck. Der Kaufmann Meier bereitete die Einwanderung seiner Verlobten vor. Die Freuden und Risiken des Farmerberufs wurden von den Familien Scheckelhoff und Rauckmann beschrieben. Der 1866 im Alter von 17 Jahren ausgew
anderte Briefschreiber Philips schilderte eine Reihe von Schicksalsschlägen.
  
Der auf dem Brief Hermann Gerhard Schröders an seine Mutter befindliche Stempel "AMERICA ÜBER BREMEN" hat sich anhand der Bestände des Landschaftsverbandes bislang nur einmal nachweisen lassen.
 


27. Oktober - 5. Dezember 1998 
 
"Was umb und umb wird seyn wird alles Frieden heissen" -
Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges in alten Drucken
 

  
Im Jubiläumsjahr "350 Jahre Westfälischer Friede" hat es sich die Universitätsbibliothek nicht nehmen lassen, sich ebenfalls an den allgegenwärtigen Feierlichkeiten zu beteiligen. Die Ausstellung war ein Gemeinschaftsprojekt der Universitätsbibliothek und des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück, das gleichzeitig den internationalen Kongress "Der Frieden – Rekonstruktion einer europäischen Vision" veranstaltete. Dem Kongress wurde mit der Ausstellung ein weiteres, besonderes Ereignis an die Seite gestellt, das sich dem Thema mittels wertvoller, reich illustrierter Altdrucke unter besonderer Akzentuierung der zeitgenössischen Friedensvorstellungen näherte.
 
Die Ausstellung zeigte zunächst die dogmatische Formierung der Konfessionsparteien im Zeitalter der Konfessionalisierung. Zeitgenössische Chroniken dokumentierten im Anschluss daran die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges, dessen Schlachtengetümmel von einem erbitterten publizistischen Kampf begleitet wurde. Anhand herausragender Vertreter der humanistischen Gelehrtenwelt wurden irenische Angebote zur Lösung der Konfessionskonflikte ebenso aufgezeigt wie ihre weit in die Zukunft der Frühmoderne weisenden staats- und völkerrechtlichen Entwürfe. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Ausbildung der Nationalliteraturen im europäischen Kontext. Der Westfälische Frieden mit seinen religiösen, verfassungsrechtlichen und politischen Folgen durfte schließlich ebenso wenig fehlen wie der stadtgeschichtliche Aspekt: Osnabrück aus dem Blickwinkel der Gegenreformation. Dabei war aus universitärer Sicht die Gründung der Jesuitenuniversität im Jahre 1633 von besonderem Interesse.
 
Ein besonderes Anliegen der Ausstellung war es, aus den umfangreichen Beständen der Osnabrücker Bibliotheken und Archive solche "Schätze zu heben", die nur selten die Magazine verlassen und selbst dem Fachpublikum oft unbekannt sind. Zur Ausstellung erschien nicht zuletzt auch aus diesem Grund ein Katalog mit thematisch einleitenden Beiträgen und ausführlichen Objektbeschreibungen.
  
Katalog: "Was umb und umb wird seyn wird alles Frieden heissen"
. Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges in alten Drucken. Osnabrück: Universitätsbibliothek, 1998 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 8)
 


14. September - 9. Oktober 1998 
 
Rabe Raubwal Donnervogel - Siebdrucke von Indianerkünstlern der kanadischen Pazifikküste
  

 


1. - 31. Juli 1998  

Robert Kempner: "Ewige Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit" - Die demokratische Rechtskultur von der Weimarar Republik bis zur Gegenwart
 

Katalog: Ewige Wachsamkeit ist der Preis. Robert Kempner, 1899 - 1993. Die demokratische Rechtskultur von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart - Heusenstamm, Robert-Kempner-AG, Adolf-Reichwein-Gymnasium, ca. 1995
 


7. Mai - 13. Juni 1998  

Wer mit dem Wolf lacht: der Zeitzeuge mit dem Zeichenstift
 

Im Mittelpunkt der Ausstellung standen politische Zeichnungen, die der bekannte Karikaturist Fritz Wolf in den achtziger und neunziger Jahren für die Neue Osnabrücker Zeitung geschaffen hatte. In dem parallel zur Ausstellung erschienenen gleichnamigen Buch schreibt der damalige Chefredakteur der Zeitung, Franz Schmed, über Fritz Wolf:

"Wer mit dem Wolf lacht... - Ja, wer schon? Es sind die Leser der 'Neuen Osnabrücker Zeitung', die Tag für Tag über die unnachahmlichen Karikaturen von Fritz Wolf lachen, schmunzeln oder durch sie nachdenklich gestimmt werden. Kein anderer Zeitzeuge mit dem Zeichenstift trifft so exakt den satirischen Kern der Ereignisse in der Politik, in der Gesellschaft oder schlicht beim Verhalten des Nachbarn - ohne Wunden aufzureißen. Wolf entlarvt, erheitert, ermuntert. Und immer liegt ein Hauch menschlichen Verständnisses über seinen Karikaturen. Das Ätzende, das Zynische ist seine Sache nicht. Er hat eine Schwäche für die Schwächen - der anderen. 

Wolf setzt seine zeichnerischen Mittel nur sparsam ein. Ihm genügt zur Charakterisierung von Personen, zur Wertung von Geschehnissen eine feinziselierte Komposition, frei von grellen oder gar spektakulären Akzenten. Er ist ein Meister der kleinen Form - und erzielt deshalb so große Wirkung. Seinen hohen Rang erreicht Wolf letztlich, weil er so ungewöhnlich hervorstechende Eigenschaften in sich vereint: politische Urteilsfähigkeit, nicht versiegende Informationsfreude, Spürsinn für das Denken und Fühlen seiner Adressaten und einen unendlichen Fundus an Ideen. Weit über vierzig Jahre lang für unsere Zeitung jeden Tag ein intellektuelles und künstlerisches Glanzlicht zu setzen - das lässt ihn erst recht zu einem Unikat werden. Zehn Jahre seines Schaffens zwischen 1988 und 1998 sind in diesem Buch dokumentiert. Und auch dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einer besonders bewegenden Zeit der deutschen Geschichte. Es sind die Werke eines Großen seiner Zunft."  

Katalog: Wer mit dem Wolf lacht... Fritz Wolf - der Zeitzeuge mit dem Zeichenstift. Osnabrück: Neue Osnabrücker Zeitung, 1998
 


10. November - 23. Dezember 1997  

Tver zhivaja - Lebendiges Twer 
 

Zwischen der Universität Osnabrück und ihrer russischen Partneruniversität in Twer bestehen seit Jahren vielfältige Beziehungen. Auch zwischen den beiden Universitätsbibliotheken gibt es Kontakte. Ihr erstes größeres gemeinsames Projekt stellte diese Ausstellung zur Regional- und Kulturgeschichte der Twerer Region dar, die von der Universität Twer konzipiert und von der Universitätsbibliothek Osnabrück realisiert wurde.

In Schrift- und Bilddokumenten wurde ein Überblick über fünf Jahrhunderte Geschichte und Kultur der Region Twer gegeben. Bereits im Mittelalter spielte das Fürstentum Twer eine herausragende Rolle. Im 16. und 17. Jahrhundert besuchten europäische Reisende die Stadt an der Wolga und hielten ihre Eindrücke in Wort und Bild fest. Twer im Kontext der russischen Geschichte und die gegenwärtige Kultur der Region sowie die Geschichte der Universität Twer waren weitere Themenbereiche der Ausstellung.
 
Katalog: Tver' zivaja - Lebendiges Twer. Osnabrück: Universitätsbibliothek, 1997 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 7)

 


12. Juni - 26. Juli 1997  

Jiddische Dichter aus der Bukowina 
 

Die jiddisch schreibenden Dichter Itzig Manger und Elieser Steinbarg werden zur Weltliteratur gezählt, und dennoch ist derzeit nur Mangers "Buch vom Paradies" in einer deutschen Ausgabe erhältlich. Ihr Leben und ihr Werk bleiben bei aller Aufmerksamkeit, die die Literaturlandschaft Bukowina in den letzten Jahren erfahren hat, erstaunlicherweise unbeachtet. Die Ausstellung versuchte hier korrigierend einzugreifen und zudem die Bezüge zur deutsch schreibenden Dichterin Rose Ausländer (1901 - 1988) zu erhellen. Mit ihr war der Fabeldichter Steinbarg (1880 - 1932) gut bekannt und der Balladendichter, Theaterautor und Romancier Manger (1901 - 1932) eng befreundet. Auch der Künstler Arthur Kolnik (1890 - 1972), der Steinbargs Fabeln meisterhaft illustriert hat, stand mit der Dichterin in Kontakt.

Vorgestellt wurde das Werk beider Autoren in Originalausgaben und Übersetzungen der Bücher, in Handschriften, Szenenfotos von Theaterinszenierungen und anderen Dokumenten wie z.B. Briefen und Manuskripten aus dem Nachlaß Rose Ausländers. Von Itzig Manger standen zusätzlich Tonaufnahmen zur Verfügung. Karten, Stadtpläne und Fotos von Czernowitz boten gemeinsam mit Zeitschriften und Sammelbänden einen Einblick in die Kulturlandschaft Bukowina. Geschichte und Gegenwart der jiddischen Sprache und Literatur bildeten einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Arthur Kolniks Werk wurde durch Handabzüge, Plakate, Buchillustrationen, Künstlermappen und Fotografien präsentiert. Die Ausstellung wurde am 12. Juni 1997 mit einem Vortrag von Helmut Braun, Rose-Ausländer-Stiftung, eröffnet. 


Katalog: My dear Roisele
. Itzig Manger - Elieser Steinbarg. Jiddische Dichter aus der Bukowina. Düsseldorf: Rose-Ausländer-Ges., 1996
 


22. April - 31. Mai 1997  

Die Schedelsche Weltchronik
  

 


7. - 28. Januar 1997  

"Dem Hebammenwissen auf der Spur"
  

Hebammenlehrbücher aus der Zeit zwischen 1569 und 1840, große Fotoreproduktionen von Kupferstichen und Holzschnitten daraus, der Nachbau eines Gebärstuhls von 1650, Kräuter aus den Rezepten für Schwangere, Neugeborene und Wöchnerinnen sowie alte geburtshilfliche Instrumente und Anschauungsobjekte aus der Zeit um 1800 - dies waren Objekte einer Ausstellung zur Geschichte der Geburtshilfe, die vom Fachgebiet Gesundheits- und Krankheitslehre/Psychosomatik der Arbeitsgruppe Gesundheitswissenschaften der Universität Osnabrück in Kooperation mit der Universitätsbibliothek gezeigt wurde. Die Wanderausstellung kann wie der Katalog angefordert werden bei Christine Loytved, M.A., Gesundheits- und Krankheitslehre/ Psychosomatik, Arbeitsgruppe Gesundheitswissenschaften, Universität Osnabrück, Albrechtstraße 28, 49069 Osnabrück. 

Katalog: Dem Hebammenwissen auf der Spur. Zur Geschichte der Geburtshilfe. Osnabrück: Univ., AGW, Gesundheits- und Krankheitslehre, Psychosomatik (u.a.), 1997 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 6)
 


1. - 23. November 1996  

Gertrud Kolmar : Orte
  

Gertrud Kolmar (1894-1943), eine der herausragenden Dichterinnen dieses Jahrhunderts, ist auch heute noch wenig bekannt. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen im weitesten Sinne Orte, die für die Dichterin von Bedeutung waren: Wohn- und Aufenthaltsorte wie Berlin und Finkenkrug, aus denen sie als deutsche Jüdin vertrieben wurde, aber auch imaginäre Räume, die die Dichterin sich als Zufluchtsorte schuf. 

Katalog: Gertrud Kolmar: Orte / Hrsg. von Marion Brandt. Berlin: Kontext-Verl., 1994
 


24. September - 19. Oktober 1996  

Takiri ko te Haeata - The First Light of Dawn - Das erste Morgenlicht
  

Aotearoa/Neuseeland - Bilder vom Land und seinen Menschen, von Kunstwerken und der Literatur der Maori. Die Präsentation erfolgte im Rahmen der Autumn Summer School der neuen Literaturen in englischer Sprache, die vom 22. bis 28. September an der Universität Osnabrück stattfand und sich in Vorlesungen, Autorenlesungen und Workshops unter anderem mit der literarischen Entwicklung Neuseelands und den linguistischen, kulturellen und sozialen Besonderheiten des Landes und seiner Minoritäten auseinander setzte. Bei der Eröffnung der Ausstellung am 24. September waren die neuseeländischen Autorinnen Jan Kemp und Powhiri Rika-Heke anwesend.
 


25. Juli - 31. August 1996  

Römische Inschriften in Germanien
 

Seit mehr als zehn Jahren arbeiten Althistoriker am Fachbereich Kultur- und Geowissenschaften der Universität Osnabrück in einem Forschungsprojekt an der Sammlung und Veröffentlichung lateinischer Inschriften des römischen Germaniens. Über die Arbeitsweise und Zielsetzung der Projektgruppe konnten sich interessierte Laien in einer Ausstellung informieren, die noch im Internet zu besichtigen ist.
 


18. Juni - 20. Juli 1996  

"Aufbruch und Verzweiflung - Dimensionen von Dora" 
 

Bilder aus dem Konzentrationslager Mittelbau-Dora  

Das nationalsozialistische Konzentrationslager Mittelbau-Dora bei Nordhausen entstand als letztes KZ überhaupt im Herbst 1943. Hier wurden Häftlinge als Rüstungsarbeiter eingesetzt, um unter Tage die "Vergeltungswaffe" V2 und die Flugbombe V1 zu bauen. Zwischen 16.000 und 20.000 Menschen kamen dabei zu Tode. Der amerikanische Fotograf Alvin Gilens hat seine Eindrücke aus der unterirdischen Fabrik mit der Kamera festgehalten. Seine eindringlichen Schwarz-Weiß-Bilder waren in einer Präsentation der Universitätsbibliothek Osnabrück bis zum 20. Juli 1996 zu sehen. Der zweisprachige Band (englisch und deutsch) mit den Aufnahmen von Alvin Gilens ist unter dem gleichen Titel im Westkreuz-Verlag, Berlin/Bonn, erschienen und im Buchhandel erhältlich.
 


23.4. - 25.5.1996 

/:Vechta! Eine Fiktion!/ Der Dichter Rolf Dieter Brinkmann 

 
Katalog: Vechta! Eine Fiktion! Der Dichter Rolf Dieter Brinkmann. Osnabrück: Secolo-Verl. (u.a.), 1995 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; Sonderband 2)
 


9. - 31.1.1996 

"Was man gegen die Cholera thun kann..." - Seuchen in der Geschichte 

 
Katalog: "Was man gegen die Cholera thun kann ...". Seuchen in der Geschichte. Osnabrück: 1996 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 5)
 


9.11. - 30.12.1995 

"Fremde". Zum Umgang mit Fremden in der Geschichte 

 
Katalog: "Fremde"
. Zum Umgang mit Fremden in der Geschichte und Gegenwart - Hrsg. von Presse- und Informationsstelle der Freien Universität Berlin - Berlin, Freie Univ., 1993 - (Dokumentationsreihe der Freien Universität Berlin; 21)
 


25.9. - 21.10.1995 

Über das Mixen kostbarer Schnäpse und andere Kleinigkeiten. Erich Maria Remarques frühe Schriften. 


Katalog: Erich Maria Remarque, Die Traumbude, Station am Horizont. Die unselbständigen Publikationen (1916 - 1968). Eine Bibliographie. Osnabrück: Univ.-Verl. Rasch, 1995 (Schriften des Erich-Maria-Remarque-Archivs; 9)
 


3.7. - 31.8.1995 

Eine Welt für Alle 

 


8.12.1994 - 14.1.1995 

"Patriotische Phantasien". Justus Möser 1720-1794. Aufklärer in der Ständegesellschaft. 


Katalog: Patriotische Phantasien. Justus Möser, 1720 - 1794, Aufklärer in der Ständegesellschaft. Bramsche: Rasch, 1994 (Schriftenreihe Kulturregion Osnabrück des Landschaftsverbandes Osnabrück e.V., 6. Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; Sonderband 1)
 


3.11. - 3.12.1994 

Johann-Friedrich Herbart - Pädagoge und Philosoph 

 


20.6. - 30.7.1994 

Der Schwarze Obelisk. Eine Ausstellung mit Illustrationen von Marion Rennemann zu dem Roman von Erich Maria Remarque 

 


17.5.  - 11.6.1994 

Druckgraphik von Studierenden und Lehrenden der University of Iowa, USA 

 


1.4. - 31.12.1994 (Galerie Haupttreppe 2.OG) 

Albrecht Dürer. Zwölf Drucke aus dem Marienleben 

 


9.6. - 8.7.1993 

Anishnabe. Ojibway Künstler aus Kanada 

 


3.5. -17.6.1993 

Pflanzen aus Amerika. Die botanischen Folgen der Entdeckung Amerikas 


Katalog: Pflanzen aus Amerika. Die botanischen Folgen der Entdeckung Amerikas. Osnabrück: Univ.-Bibl. Osnabrück, 1993
 


10.2. - 20.3.1993 

Hans Henny Jahnn / UGRINO.

Eine Künstler- und Glaubensgemeinschaft der zwanziger Jahre 
 
Katalog: Hans Henny Jahnn - Ugrino. Die Geschichte einer Künstler- und Glaubensgemeinschaft. Hannover : Revonnah-Verl., 1991
 


19.11. - 17.12.1992 

Von Deutscher Art und Kunst 1773. Sturm und Drang bei Herder, Goethe und Möser 


Katalog: Von deutscher Art und Kunst, 1773. "Sturm-und-Drang"-Programmatik bei Herder, Goethe und Möser. Osnabrück: Universität Osnabrück, 1992 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 4)
 


1. - 26.9.1992 

Books on Canada 1992 - Candian Studies 

 


11. - 30.6.1992 

As others see us / Wie andere uns sehen. Eine Ausstellung britischer und deutscher Karikaturen 

 


30.1. - 21.2.1992 

Johan Amos Comenius (1592-1670).  

Erzieher des Menschengeschlechts und Lehrer Europas 
 


29.10. - 30.11.1991 

Circulation der Ideen. Justus Möser und die Aufklärung in Norddeutschland 


Katalog: Circulation der Ideen. Justus Möser und die Aufklärung in Nordwestdeutschland. Osnabrück: Univ.-Bibliothek, 1991 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 3)
 


1. - 17.10.1991 

20 Jahre Literarische Gruppe Osnabrück 

 


14. - 30.5.1991 

Taking Root. Canada from 1700 to 1760 

 


22.4. - 8.5.1991 

Sch(m)utzumschläge 

 


9.1. - 8.2.1991 

Arminius. Geschichte, Mythos, Literatur 


Katalog: Arminius. Geschichte, Mythos, Literatur. Osnabrück,  Justus-Möser-Gesellschaft (u.a.), 1990 (Schriften der Universitätsbibliothek Osnabrück; 2)
 


13.11. - 21.12.1990 

Mathias Gubig. Grafik und Bücher 

 


2. - 27.10.1990 

Erich Maria Remarque - Der Weg zurück 

 


12.6.  - 14.7.1990 

3000 Jahre Buchkunst 

 


1. - 31.3.1990 

Die französische Karikatur und die Revolution 1789-1799 

 


23.1. - 21.2.1990 

Inusivut. Das Leben der Menschen im hohen Norden Kanadas 

 


5. - 30.12.1989 

Die Kinder der Diktatur.  

Vom Leben chilenischer Kinder und Jugendlicher 
 


7. - 30. 11.1989 

Johann Georg Hamann (1730-1788) 


Katalog: Johann Georg Hamann. 1730 - 1788, Quellen und Forschungen / Hrsg. von Renate Knoll. Bonn: Kulturstiftung der Deutschen Vertriebenen, 1988 (Schriften der Universitätsbibliothek Münster; 3)
 


13.10. - 13.11.1989 

Vacláv Havel 

 


9. - 28.10.1989 

Todesstrafe contra Menschenrechte 

 


19.6. - 7.7.1989  

Philipp Aronstein 1864 - 1942  

 


21.11. - 9.12.1988 

Cesare Pavese 

 


24.10. - 15.11.1988 

Der Westfälische Friede in Quellen und Darstellungen 

 


3. - 21.10.1988 

Erich Maria Remarque. Manuskripte und Dokumente aus dem Nachlass 

 


17. - 27.9.1988 

Finnische Literatur 

 


3. - 16.9.1988 

Maltuggi. Bilder aus der Minjung Kulturbewegung in Süd-Korea 

 


17.5. - 25.6.1988  

Die Graphische Sammlung der Universität  


Katalog: Graphische Sammlung, Universität Osnabrück / Hrsg.: R. Mordmüller. Osnabrück: Cicero, Verl. und Dr., 1988
 


19.1. - 19.2.1988 

Von der jakobinischen Republik zur Republik Italien (1797-1946) 

 


7. - 18.12.1987 

Der Tag geht zur Ruh. Fotografien von Bernard Hebert. 

 


9. - 27.11.1987 

An arctic oasis - Une oasis arctique - Eine arktische Oase 

 


19.10. - 6.11.1987 

Plattdeutsch - ein Pflegefall 


Katalog: Plattdeutsch - ein Pflegefall? Tradition, Trauma, Trend - Osnabrück, 1987
 


5. - 20.6.1986 

Hommage à Hergé 
 

 
     
 
   
 

Letzte Änderung am 2.4.2012